N.S. Dienstag, 01.05.2018, 21:12
Gilt in Zürich die gleiche regelung wie in bern bezüglich praktika die länger als 12mt dauern? Der status wäre dann ungelernte angestelle und der lohn wäre dann der mindestlohn von 3000.-
Christoph Schlatter
Meines Wissens ist der Kanton Zürich noch nicht so weit. Im Kanton Bern hat die Arbeitsmarktkommission die entsprechenden Regeln festgelegt - wobei das leider noch nicht heisst, dass sie auch durchgesetzt werden können. Kitas, die sich nicht daran halten, kommen damit einstweilen trotzdem durch...
H.L. Dienstag, 01.05.2018, 21:35
Hallo, ich bin seit 3 jahren auf Jobsuche (48 J., dipl. Betriebswirtschafter): Macht es Sinn dazu ein Praktikum zu erhalten (wer bietet mir das?) um so wieder einsteigen zu können?
Gabriela Baumgartner
Guten Abend, ein Praktikum in Ihrer Situation kann Sinn machen. Aber nur, wenn Sie sich damit neue Qualifikationen und Erfahrungen erarbeiten können. Ein solches Praktikum sollte auch nicht zu lange dauern, sondern maximal zwei, drei Monate. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute.
j.v. Dienstag, 01.05.2018, 21:40
Hallo, zurzeit absolviere ich ein Praktikum in einer Kita. Darf eine Praktikantin die Mehrheit der Zeit alleine die Verantwortung haben ein autistisches Kind zu Betreuen?.
Christoph Schlatter
Nein, das geht auf keinen Fall. Weder für ein autistisches noch für ein nicht-autistisches Kind.
C.C. Dienstag, 01.05.2018, 21:41
Bei einer Kita in Zug bekommt eine festangestellte Betreuerin keine schriftliche Lohnabrechnung, sondern nur einen Betrag auf das Bankkonto. Auf Nachfragfe hiess es >wir haben noch nie monatliche Lohnabrechnungen abgegeben>. Geht das? Und müsste nicht auch eine Pensionskasse etabliert werden?
Gabriela Baumgartner
Guten Abend, auch Praktikantinnen und Praktikanten haben einen Anspruch auf eine monatliche Lohnabrechnung. Die Kita ist von Gesetzes wegen verpflichtet, eine Lohnabrechnung zu erstellen. Die Antwort auf Ihre Frage bezüglich Sozialversicherungen/Pensionskasse finden Sie auf unserem Merkblatt unter diesem Link: https://www.srf.ch/sendungen/kassensturz-espresso/ihre-rechte-als-praktikantin-als-praktikant. Ihnen alles Gute!
A.S. Dienstag, 01.05.2018, 21:46
Guten Abend, ist es Gang und Gäbe nach dem Bachelorabschluss ein Praktikum zu machen? Ich höre von immer mehr Absolventen (FH), dass dies normal sei. Es stört mich, dass ich nach 3 Jahren Bachelor an der Fachhochschule immer noch nicht qualifiziert bin. Erwarte ich zu viel? Besten Dank
Luca Cirigliano
Guten Abend, es kann gerade nach einem rein theoretischem Universitätsstudium Sinn machen, ein Praktikum zu absolvieren. Diese können z.B. auch von Gesetzes wegen vorgesehen werden, bspw. als Voraussetzung zur Zulassung zur Anwaltsprüfung. bei AbsolventInnen von FH, die ja per Definition praxisorientierte Studiengänge sind, würde ich vermehrt Fragezeichen stellen und kritisch hinterfragen, ob hier ein Praktikum aus Ihrer Perspektive wirklich Sinn mach und nicht der Arbeitgeber eine billige Arbeitskrat einstellen will. Ich würde auf folgende Punkte achten: 1. Schriftlichkeit des Praktikumsvertrages. Es muss klar geregelt werden, WAS Sie während des Pratikums konkret lernen werden und was der Mehrwert für Sie sein wird. 2. Regelungen über die Dauer: Ein Praktikum sollte eigentlich nur in den seltensten Fällen länger als 6 Monate dauern. 3. Die Betreuung sollte genau im Vertrag geregelt werden. 4. Kündigungsfristen sollten geregelt sein sowie Lohnfortzahlung bei Krankheit, etc. 5. Anschlusslösungen nach dem Praktikum: Es darf kein Kettenvertrag angehängt werden, wo wieder ein Pratikum angeboten werden würde. Vielmehr müsste Ihnen idealerweise bei Zufriedenheit aller Beteiligten eine unbefristete Stelle in Aussicht gestellt werden. 6. Lohn: für eine Person mit BA ist ein relativ hoher Eintiegslohn zu erwarten, der branchen- und ortsüblich sein muss für Personen mit Ihrem Wissenstand/Ausbildungsgrad. Erkundigen Sie sich am besten auch bei der Studien- und Berufsberatung Ihres Kantones und Ihrer FH-Fachrichtung, was für Ihre Branche und Berufsbild "usus" ist.
C.S. Dienstag, 01.05.2018, 21:47
Vielen Dank, dass Sie dieses Thema aufgreifen! Wir möchten anmerken, dass auch im Bereich Behindertenbetreuung (ebenfalls FaBe-Ausbildung) das gleiche Problem besteht. Die Praktikanten müssen teilweise eine grosse Verantwortung übernehmen ohne die erforderliche Ausbildung zu haben, arbeiten zu einem Hungerlohn im Schichtbetrieb und haben keine Gewähr auf eine Lehrstelle nach dem Praktikum.
Gabriela Baumgartner
Guten Abend, vielen Dank für Ihre Rückmeldung! Ihnen alles Gute und en schöne Abig.
C.S. Dienstag, 01.05.2018, 21:50
Guten Abend. Im Sommer schliesse ich (24) mein Bachelorstudium in Tourismus ab. Oftmals sind Stellen im Tourismus (Marketing) als Praktikum ausgeschrieben. Kann ich davon ausgehen, dass der Praktikumslohn dennoch meinen Qualifikationen angepasst wird, oder muss ich für den gleichen Lohn wie jemand ohne Fachhochschul/Hochschulabschluss arbeiten?
Roger Rudolph
Sie sollten sich nicht darauf verlassen, dass automatische Anpassungen erfolgen. Mit wenigen Ausnahmen gibt es in diesem Bereich auch keine Mindestlohnvorschriften. Demzufolge rate ich Ihnen, dass Sie bereits bei den Vertragsverhandlungen klären, wie sich der Lohn entwickeln wird und dass dies auch im Vertrag festgehalten wird.
A.W. Dienstag, 01.05.2018, 21:51
Gibt es beim Praktikum eine Kündigungsfrist?
Gabriela Baumgartner
Guten Abend, wenn im Prakikumsvertrag nichts anderes vereinbart wurde, gilt laut Gesetz gilt der erste Monat als Probezeit. Während der Probezeit kann das Arbeitsverhältnis mit einer Frist von sieben Tagen gekündigt werden. Danach kann das Praktikum ohne ausdrückliche anderslautende Abmachung nur im gegenseitigen Einvernehmen oder aus wichtigen Gründen vorzeitig aufgelöst werden. Sie finden weitere Erklärungen zu diesem Thema in unserem Merkblatt unter diesem Link: https://www.srf.ch/sendungen/kassensturz-espresso/ihre-rechte-als-praktikantin-als-praktikant. Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend.
S.M. Dienstag, 01.05.2018, 21:51
Guten Abend muss man für die Erwachsene Ausbildung ein Praktikum haben? Ich wurde informiert, dass ich zwei Jahre Praktikum gemacht haben muss, bevor ich eine Ausbildung beginnen kann (Kt. Bern).
Christoph Schlatter
Guten Abend. Berufspraxis ist in der Tat die Voraussetzung dafür, dass eine "abgekürzte", nur 2-jährige Lehre gemacht werden kann. s sind insgesamt 3 Jahre Berufserfahrung notwendig für die 2-jährige Lehre für Erwachsene, davon 2 Jahre in der Betreuung. Berufspraxis heisst aber nicht zwingend Praktikum. Und wir Gewerkschaften gehen davon aus, dass auch für ungelerntes erwachsenes Personal Löhne gezahlt werden, die wenigstens einigermassen existenzsichernd sind (also unter 3000 Franken geht gar nichts). Schönen Abend.
D.C. Dienstag, 01.05.2018, 21:52
Anfangs Februar begann ich in einer Krippe als Mitarbeiterin zu arbeiten zu einem Lohn von einem Ausgelehrnten, weil ich Erfahrung in der Kinderbetreuung mitbringe. Im März änderten die Krippenleitung den Arbeitsvertrag und ich wurde Praktikantin, weil ich für den Alltag in der Krippen in ein paar Erwartungen nicht erfülle und die versprochene Lehrstelle darf ich auch nicht antreten. Meine Erfahrungen sind nur praktisch und ja das Fachwissen fehlt ohne die Ausbildung. Dürfen Sie das machen?
Roger Rudolph
Der im Vertrag vereinbarte Lohn kann nicht einfach einseitig reduziert werden. Sofern Sie dazu nicht zugestimmt haben, haben Sie nach wie vor Anspruch auf den bisherigen Lohn.
D.B. Dienstag, 01.05.2018, 21:57
Ich muss vom Sozialdienst aus ein Praktikum im Service machen, habe aber in diesem Beruf die Lehre als REAN absolviert und diese auch bestanden. Nun meine Frage: Ist dies zulässig
Gabriela Baumgartner
Guten Abend, wenn Sie Sozialhilfe beziehen, darf man von Ihnen verlangen, dass Sie im Rahmen Ihrer Möglichkeiten Praktika oder Einsätze leisten und so Ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute.
B.W. Dienstag, 01.05.2018, 22:10
Beim Arbeitsvertrag für ein Praktikum von einem Ausländer ist der Bruttolohn 2000 vermerkt. Dieser hat den Verweis inbegriffen gültiger AHV Ansatz für Kost und Logis, Quellensteuern und Sozialversicherungsbeiträge. Bei der Lohnauszahlung wurde nun AHV, ALV, NBUV, Krankentaggeld, BVG und Quellensteuer von insgesamt 202 Fr. und 1000 Fr. Miete für ein WG Zimmer (Vermieter Arbeitgeber) von den 2000 Fr. abgezogen. Ist dies korrekt, trotz Verweis inbegriffen?
Christoph Schlatter
Guten Abend. Wir nähern uns hier offensichtlich der modernen Sklaverei. Es ist korrekt, dass bei einem Bruttolohn noch Abzüge erfolgen für AHV/IV und Pensionskasse. Hingegen müssen aus meiner Sicht Positionen wie Verpflegung und Miete klar deklariert sein, wenn sie im Lohn inbegriffen sein sollen. Sonst läuft es am Ende, wie bei diesem Beispiel beinahe, darauf hinaus, dass der Arbeitnehmer noch zahlen muss, damit er überhaupt arbeiten darf. Ich weiss nicht, um welche Branche es sich bei Ihrem Beispiel handelt, aber mir scheinen diese Bedingungen so oder so unanständig bis unsittlich.
M.F. Dienstag, 01.05.2018, 22:14
Guten Abend. Meine Tochter arbeitet im Praktikum In der Kinderkrippe Zoo in Regensdorf.Leider bekamm sie die Lehrstelle nicht.Ich habe schon bemerkt,das unsere Tochter als billige Arbeitskrat benutz wird.Beim durchlesen des Vertrages,bemerkte ich,das wir einen Monatslohn als Abfindung der Kinderkrippe zahlen müssen,wenn wir unsere Tochter vor Ablauf des Vertrages aus dem praktikum nehmen.Ist dies Legal oder verstösst das gegen die allgemeinen Vorschriften?
Gabriela Baumgartner
Guten Abend, wenn im Vertrag kein vorzeitiges Kündigungsrecht vereinbart wurde, kann der Vertrag vorzeitig im gegenseitigen Einvernehmen oder aus wichtigem Grund vorzeitig aufgelöst werden. Dieses Recht an eine Art Konventionalstrafe zu binden, verstösst gegen das Gesetz. Die Vereinbarung ist in diesem Punkt ungültig. Weitere Informationen finden Sie in unserem Merkblatt unter diesem Link: https://www.srf.ch/sendungen/kassensturz-espresso/ihre-rechte-als-praktikantin-als-praktikant. Ihnen und Ihrer Tochter alles Gute!
G.F. Dienstag, 01.05.2018, 22:19
Guten Abend. Unsere Tochter, gelernte Kauffrau mit anschliessendem Bachelor in Betriebsökonomie berufsbegleitend (Schwerpunktfach Marketing und Strategie) absolviert zurzeit ein Praktikum von 6 Mt. zu einen Lohn von Fr. 500.--. Ist dies gerechtfertigt oder zulässig?
Gabriela Baumgartner
Guten Abend, der Lohn ist grundsätzlich Verhandlungssache. Das gilt auch für ein Praktikum. Der Lohn im Falle Ihrer Tochter scheint aber bei ihrem Hintergrund unüblich tief. Erkundigen Sie sich, ob es in der Branche, in der Ihre Tochter tägig ist, einen Gesamtarbeitsvertrag gibt. Dort finden sich unter Umständen Vorschriften zu Mindestlöhnen. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute.
G.E. Dienstag, 01.05.2018, 22:24
Hallo, ist es erlaubt, dass meine Tochter die vor 2 Jahren das vet.med. Studium abgeschlossen hat und nun in einer Tierklinik ein intern ship macht, das 15 Monate dauert die ersten drei Monate jede 2. Woche Nachtdienst hat (von 17.15-20 Uhr). Dies zusammen mit einer andern Praktikantin, also eine riesengrosse Verantwortung trägt. Sie kann nicht einmal ihre Ferien selber bestimmen , der Lohn beträgt 2200 Fr. Brutto?? Sie lernt viel, doch meiner Meinung nach grenzt dies an Ausbeutung. Vielen Dank!
Luca Cirigliano
Guten Abend, Ihre Tochter fällt natürlich in die Kategorie der dem Arbeitsgesetz unterstehenden Arbeitnehmenden. Dieses Arbeitsgesetz gilt für alle Arbeitnehmenden, egal, ob sie einem "normalen" Arbeitsvertrag oder einem Praktikumsvertrag unterstehen. Für Tierärtze, die in Kliniken arbeiten, gelten spezifische Arbeitszeit- und Schicht-Bestimmungen, die v.a. dem Schutz der Gesundheit dienen. Diese gelten sowohl für Internships (also Praktika) in privaten wie öffentlich-rechtlichen Tierspitälern, und auch für Assistenz(tier)ärzte. Genaueres ist in Art. 12 der Verordnung 2 zum Arbeitsgesetz zu finden: Dort heisst es, dass Nachtarbeit erlaubt ist. Bei Nachtarbeit darf die tägliche Arbeitszeit für die einzelnen erwachsenen Arbeitnehmer undArbeitnehmerinnen 9 Stunden nicht überschreiten. Sie muss, mit Einschluss der Pausen, innert einesZeitraumes von 12 Stunden liegen. Dabei ist den Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen einetägliche Ruhezeit von 12 Stunden und einmal in der Woche eine zusammenhängende Ruhezeitvon 48 Stunden zu gewähren. Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, die 25 und mehr Nachteinsätze pro Jahr leisten, haben auf Verlangen Anspruch auf medizinische Untersuchung und Beratung. Das Gesetz beschränkt die Nachtarbeit auch: Auch Pikett-Dienste sind streng geregelt. Bei grossen Kliniken gilt: Die einzelnen Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen dürfen im Zeitraum von 4 Wochen an höchstens 7 Tagen auf Pikett sein oder Piketteinsätze leisten. Für Tierkliniken mit weniger als 4 angestellte Tierärtzen gilt dagegen: Die einzelnen Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen dürfen im Zeitraum von 4 Wochen an höchstens 10 Tagen auf Pikett sein oder Piketteinsätze leisten. Was die Verantwortung angeht: Es muss von der Klinikleitung die Sorgrfaltspflicht gegenüber den Tieren eingehalten werden sowie die in einem Praktikum beinhalteten Lern-Elemente. Das ist meines Erachtens nicht möglich, wenn nur PraktikantInnen anwesend sind während der Nacht. Der Arbeitgeber trägt hier die Verantwortung, den Personalschlüssel bzw. Stundenplan anders zu regeln. Was den Lohn angeht: Dieser scheint mir für eine Uni-Abgängerin sehr tief zu sein. Löhne für Praktika und Internships müssen, nach Abzug der Lern-Leistung, immer noch branchen- und ortsüblich sein. Ich empfehle ihrer Tochter, sich hier dem kantonalen Arbeitsinspektorat zu wenden (am besten schriftlich per Mail) mit Fragen zur Arbeitszeit und dem Lohn: Die Adresse finden sich hier http://iva-ch.ch/home.html?language=de
M.U. Dienstag, 01.05.2018, 22:26
Guten Tag meine Tochter macht Praktika als pferdewartin hat jetzt eine Lehrstelle erhalten. Kann das sein bei einer 50 stunden Woche ab sommer350 fr.bekommt?von mir aus ist doch das auch die jungen Leute ausnehmen
Gabriela Baumgartner
Guten Abend, das ist in der Tat sehr wenig. Auch für einen Lehrlingslohn. Erkundigen Sie sich beim Amt für Berufsbildung, ob dieser Lohn üblich ist und ob es einen Gesamtarbeitsvertrag mit Mindestlöhnen gibt. Ich wünsche Ihenn viel Erfolg und alles Gute!
G.P. Dienstag, 01.05.2018, 22:30
Ich betreibe im Aargau eine Kita und bin der Meinung, dass mit dem Bericht einseitig berichtet wurde. Wir bilden fünf Lernende und eine Praktikantin aus. Die Praktikantin wird entsprechend anhand eines Ausbildungsordners mit vorgegebenen Lernzielen angeleitet und ausgebildet. Es ist für uns Kitas, die die Ausbildung der Praktikanten sehr ernst nehmen, damit sie erleichtert in die Ausbildung einsteigen können, stossend, dass so einseitig rechechiert wird. Es geht auch anders.
Christoph Schlatter
Guten Abend. Es ist schön und lobenswert, dass Ihre Kita Lernende ausbildet. Aber ist es wirklich nötig, sich daneben noch eine Praktikantin zu "halten"? Warum? Ein Praktikum ist normalerweise die Vervollständigung einer theoretischen Ausbildung. Das trifft auf Ihre Praktikantin nicht zu. Der Sinn einer Berufslehre besteht darin, das für den Beruf Erforderliche zu lernen. Sollte es um die Eignung gehen? Ob jemand für einen Beruf geeignet ist, lässt sich in einem kurzen Schnupperpraktikum von 2, meinetwegen 4 Wochen ermitteln. Für den Einstieg in die Lehre braucht es keine Vorkenntnisse, das gilt für den Coiffeur wie für die Automechatronikerin, und eben auch für die FaBe. Der Beitrag im Kassensturz war aus meiner Sicht überhaupt nicht einseitg; er hat vielmehr aufgezeigt, dass bei der Kinderbetreuung zulasten von jungen Berufseinsteigerinnen gespart wird.