h.B. Dienstag, 07.04.2015, 21:36
ist die bank nicht verpflichtet, dem kunden zu melden, wenn sie die zinse n senkt?
Michael Schuster
Guten Abend! Sie haben Recht, die Bank ist verpflichtet, den Kunden regelmässig über sein Konto zu informieren. Dazu gehören sowohl die Zinsen wie auch Gebühren. In den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) der Banken ist dies jeweils geregelt. Oftmals ist dann zu lesen, dass die Bank jederzeit die Konditionen anpassen kann und den Kunden schriftlich oder "in anderer geeigeneter Weise" darüber informiert.
U.H. Dienstag, 07.04.2015, 21:39
Was ist denn besser vom Zins her als ein normales Sparkonto. Mit möglichst wenig Risiko.
Benjamin Manz
Guten Abend. Höher als Sparkonto-Zinssätze für Erwachsene (mit durchschnittlich 0.1% im Moment) sind z.B. Säule-3a-Konten (durchschnittlich 0.75%), allerdings sind die Einzahlungsmöglichkeiten begrenzt (in diesem Jahr 6"768 Franken mit Pensionskasse). Auch die Steuern vorzeitig zu zahlen kann sich je nach Kanton lohnen (z.B. Kanton Zürich mit 1.5% Vorauszahlungszins). Aktien beziehungsweise kostengünstige passiv verwaltete Indexfonds (ETF) können sich als Alternative für Anleger anbieten, sind aber nur langfristigen und risikoaffinen Anleger zu empfehlen. Wie sich die Börsen in den nächsten Jahren entwickeln werden, steht in den Sternen. Entsprechend risikoreich sind Aktien-Investitionen: je nach Marktentwicklung erhalten Sie deutlich mehr Rendite als bei Sparzinsen, Sie können aber auch deutliche Verluste erleiden.
L.W. Dienstag, 07.04.2015, 21:44
Guten Abend, Bei welcher Bank soll ich 20, Studentin ein Sparkonto eröffnen? Ich lege im moment jedem Monat zwischen 50 und 150 in mein Kasseli. Darf ich bei so kleinen Beträgen überhaupt eine Rendite erwarten? Danke und freundliche Grüsse
Benjamin Manz
Guten Abend. Die Zinssätze sind auch auf Studenten-Sparkonti immer tiefer, betragen aber momentan immerhin noch rund 0.75% im Durchschnitt. Es gibt allerdings bei einzelnen Regionalbanken noch Zinssätze von momentan bis zu 1.5% - ein Vergleich lohnt sich also. Dieser ist auch für Studenten-Sparkonten auf Moneyland individuell möglich.
A.K. Dienstag, 07.04.2015, 21:47
Ich habe nach der Scheidung vor Jahren immer noch ein Loch von Fr 50"000.- ... Soll ich dieses wieder auffüllen? Eine 3a habe ich bereits und zahle jedes Jahr das Maximum ein..
Michael Schuster
Guten Abend! Pensionskasseneinkäufe sind grundsätzlich ein interessantes (Steuerspar-)Instrument, da sie vom steuerbaren Einkommen in Abzug gebracht werden können. Die Attraktivität hängt allerdings von vielen Faktoren ab (u.a. Zustand der Pensionskasse, Liquidität resp. Sparquote, steuerbares Einkommen, Dauer bis zur Pensionierung resp. Erhalt der Leistungen). Diese müssen alle in die Überlegungen einfliessen. Eine ausführliche Überprüfung würde vorher sicher Sinn machen.
M.J. Dienstag, 07.04.2015, 21:48
Hallo ich habe ein Mietdepot bei der Berner Kantonalbank und verliere jedes Jahr Geld. Was kann ich da machen?
Benjamin Manz
Der Mieter darf in der Regel nicht selbst entscheiden, bei welcher Bank die Kaution hinterlegt wird. Das bestimmt der Vermieter. Als Mieter können Sie aber einen Wechsel zu einer anderen Bank mit einem höheren Zinssatz vorschlagen. Rechtlich gesehen wäre es auch möglich, die Kaution als Wertschriftendepot zu hinterlegen. Mit einer Wertschriftenlösung wären aber nicht nur die Gewinnchancen höher, sondern auch die Verlustrisiken.
A.S. Dienstag, 07.04.2015, 21:53
Unser Sohn ist seit Sommer ausgelernt jetzt arbeitet er und verdient sein erstes Geld, will sich nach der RS im Sommer weiterbilden. Also verdient kein Geld mehr. Wie (Wo) soll er sein Geld anlegen? Ca 30"000.-- SFR
Benjamin Manz
Guten Abend. Es bestehen mehrere Möglichkeiten, darunter Ausbildungssparkonten (momentan bis maximal 1.5% Zins, durchschnittlich 0.75%) oder eine Einzahlung in die 3. Säule (dort ist das Geld allerdings "gesperrt" und der jährliche Einzahlungsbeitrag ist auf momentan 6"768 Franken begrenzt). Auf Jugend- und Ausbildungs-Sparkonten ist das Geld noch relativ flexibel wieder verfügbar. Aktien kaufen ist mit diesem limitierten Betrag eher riskant und nicht empfehlenswert.
M.H. Dienstag, 07.04.2015, 21:55
Ich habe ca. 160"000 Fr. brachliegend auf Konten von Banken. Ist es sinnvoll damit in Immobilien zu investieren, welche nicht von mir bewohnt wird?
Michael Schuster
Guten Abend! Besten Dank für Ihre Frage. Infolge der tiefen Zinsen wurde bzw. wird krampfhaft nach Anlagealternativen gesucht. Auch deshalb ist bereits sehr viel Geld in den Immmobilienmarkt geflossen und hat die Preise massiv ansteigen lassen sowie das Angebot an interessanten Objekten deutlich reduziert. Bei einem Erwerb einer Renditeliegenschaft sind neben den Ertragschancen auch die Risiken zu berücksichtigen (Leerstandsrisiko, Mieterausfälle etc.) und vor allem, dass das Geld längerfristig gebunden ist. Somit ist vor solch einem Entscheid Vorsicht angebracht.
A.S. Dienstag, 07.04.2015, 21:57
Seit 2/3 Jahren belasten CH Banken inkl. Post Auslandschweizer mit happigen, ungerechtfertigten Jahrespauschalen, machen ausserordentliche Aufwendungen geltend. Im Auftragsverhältnis wie es sich bei der Kontoführung handelt, sind aber sämtliche ausserordentlichen Aufwendungen detailliert nachzuweisen dürfen nur mit effektiv entstandenen Kosten verrechnet werden, aber niemals mit einer Pauschale. Gesetzlich gelten für jede Kontoverbindung die selben Abklärungen-wer erlaubt diese Illegalität?
Florian Schubiger
Die Gebühren variieren leider von Bank zu Bank. Die Banken sind in der Ausgestaltung relativ frei. Es lohnt sich deshalb, bei mehreren Banken nachzufragen. Wenn Gebühren im Gebührenreglement stehen dürfen sie auch belastet werden. Leider hat der administrative Aufwand für Banken bei der Betreuung von Kunden mit Domizil ausserhalb der Schweiz aber tatsächlich zugenommen. Diese Kosten wälzen die meisten Institute auf ihre Kunden über.
B.L. Dienstag, 07.04.2015, 21:59
Guten Abend, was empfehlen Sie bitte, wenn ein Guthaben von ca. 40.000,00 - 50.000,00 chf vorhanden ist? Zur Zeit liegen ca. 35.000,00 bei der Raiffeisenbank als Sparkonto mit fast gar keiner Verzinsung. Was empfehlen Sie? Hat die Coop Bank höhere Guthabenverzinsung? Vielen Dank
Benjamin Manz
Guten Abend! Bank Coop Sparkonto bietet einen höheren Sparkonto-Zinssatz: 1. Jahr: 0.25% plus 0.75% Zinsbonus für Nettozunahmen. Folgende Jahre: 0.3% plus 0.75% Zinsbonus für Nettozunahmen (bis max. CHF 250"000) bis zum Ende des jeweiligen Kalenderjahrs.Bei Entnahmen von mehr als CHF 20"000 pro Jahr wird der Zinsbonus hinfällig (Annahme für die Berechnung im Vergleich: Keine solche Nettozunahme). Es gibt allerdings noch Sparkonten mit noch höheren Zinssätzen auf mehrere Jahr hinaus gerechnet. Ein persönlicher Online-Vergleich (z.B. auf Moneyland) lohnt sich hier.
M.G. Dienstag, 07.04.2015, 22:00
Ich habe durch einen Auto-Unfall einen Schadenersatz Betrag von CHF 200"000 erhalten. Für allfällige Schadensfolgen, Pensionskassen-Ausfall und Lohnausgleich. Ich arbeite nur noch 60%. Bin 53 Jahre alt. und möchte mich mit 60 Jahren aus dem "normalen Berufsleben" verabschieden. Wie lege ich mein Geld am besten an? Im Moment bin ich bei Raiffeisen und habe ein Lohnkonto bei der Post. Vielen Dank!
Florian Schubiger
Guten Abend. Wenn Sie ihr Geld sicher anlegen möchten, ist das Bankkonto oder allenfalls Kassenobligationen eine gute Wahl. Andere Anlagen wie Aktien weisen Risiken auf, die Sie wahrscheinlich nicht tragen können. Zudem ist bei Aktien ein Anlagehorizont von mindestens zehn Jahren empfehlenswert. Prüfen Sie Beiträge in die Säule 3a. Und wenn möglich können Sie sich allenfalls in die Pensionskasse einkaufen. Allenfalls entsteht Einkaufspotenzial durch die Frühpensionierung. Bei einer Pensionierung mit Alter 60 ist es meist ratsam, die Finanzierbarkeit von einem Fachmann überprüfen zu lassen.
S.R. Dienstag, 07.04.2015, 22:02
Meine Kreditkarte ist versehentlich in die Toilette gefallen. Wie kriege ich schnell und unverbindlich eine neue?
Benjamin Manz
Guten Abend. Einfach beim Anbieter wieder eine neue anfordern. Das kostet in der Regel aber eine Ersatzgebühr, häufig zwischen 15 bis 30 Franken pro Ersatzkarte.
A.H. Dienstag, 07.04.2015, 22:03
Ich werde nächstes Jahr 30 und habe mir ein kleines Vermögen von etwa 50"000 Franken angespart. Wo kann ich jetzt am meisten herausholen? Stellt die Säule 3a eine sinnvolle Wahl dar? Man hat mir mal gesagt, dass man nicht zu früh damit anfangen sollte. Ab wann ist ein guter Zeitpunkt?
Michael Schuster
Guten Abend! Die Säule 3a ist im Normalfall ein interessantes "Sparvehikel". Einerseits können Sie die 3a-Beiträge (mit PK Anschluss 6"768 / ohne PK Anschluss 20% des Einkommens) vom steuerbaren Einkommen abziehen, andererseits haben diese Konten eine höhere Verzinsung als "gewöhnliche Sparkonten". Die Attraktivität von solchen Einzahlungen hängt vor allem von Ihrer persönlichen Situation resp. von der Höhe Ihres steuerbaren Einkommens ab (je höher desto interessanter). Beachten Sie jedoch, dass für den Abruf von 3a-Konti gewisse Beschränkungen existieren.
Y.G. Dienstag, 07.04.2015, 22:08
Guten Abend, bin AHV Rentner und Wittfrau und lebe in Deutschland.Monatlich bekomme SFR 1346.--. Weil ich eine Bilaterale Krankenkasse habe muss ich ein Konto in der Schweiz haben. Bin bei der Pöstfinance. Weil ich keine SFR 7000.-- auf der Bank Habe muss ich monatlich SFR 5.-- bezahlen und weil ich in Deutschland lebe werde ich nochmals mit SFR 5.-- "bestraft". Ich finde dies ungerecht, so muss ich im Jahr SFR120.-- zahlen...........................Ist dies erlaubt?
Benjamin Manz
Guten Abend. Das ist richtig. Bei der PostFinance fallen für Kunden mit Domizil in Deutschland, Frankreich, Italien und Österreich unabhängig vom Vermögen mindestens 60 Franken pro Jahr an Gebühren an, das heisst 5 Franken pro Monat pro Privatkonto oder Geschäftskonto. Damit gehört die PostFinance sogar noch zu den günstigeren Schweizer Banken, zumindest was Gebühren für Kunden mit Wohnsitz ausserhalb der Schweiz anbelangt.
F.S. Dienstag, 07.04.2015, 22:10
Ich 62 muss in diesem Jahr ein Säule 3a Konto auflösen. Ich habe noch Einkaufsmöglichkeiten in die 2. Säule. Ist ein Einkauf in die 2. Säule mit dem 3a-Geld sinnvoll mit Blick auf die derfzeitigen sehr ertragsschwachen Anlagemöglichkeiten bei den Banken
Michael Schuster
Guten Abend! Sie können grundsätzlich Ihr 3a-Konto in die Pensionskasse transferieren. Allerdings sind solche Verschiebungen innerhalb der Vorsorgegelder "steuerneutral", d.h. Sie können den "Einkauf" mit den 3a-Geldern nicht vom steuerbaren Einkommen in Abzug bringen. Ob sich dies dennoch für Sie lohnt, hängt von Ihrer Pensionskasse (Umwandlungssatz, Verzinsung, finanzielle Lage etc.) sowie Ihrer Lebenserwartung (wie lange können Sie die Rente beziehen) und persönlichen Situation (die zusätzliche Rente muss als Einkommen versteuer werden) ab.
H.S. Dienstag, 07.04.2015, 22:11
Von der Pensionskasse habe ich die Hälfte auszahlen lassen. Dies für Abzahlung einer Hypothek für unser Einfamilienhaus. Die nächste Abzahlung kann aber erst in zwei Jahren gemachte werden. Was mache ich in der Zwischenzeit mit dem Pensionskassengeld?
Florian Schubiger
Guten Abend. Es kommt etwas darauf an, was Sie mit den Geldern langfristig vor haben. Wenn Sie sich aus dem Vermögen langfristig ein Einkommens sicherstellen möchten, sollten Sie ein langfristiges Anlagekonzept umsetzen (Einkommenssicherstellung). Wenn Sie zu viel Hypothek abbezahlen, laufen Sie allenfalls Gefahr, dass Sie im höheren Alter in einen finanziellen Engpass geraten. Wenn Sie die Hypothek in zwei Jahren abbezahlen möchten, ist das Sparkonto oder allenfalls eine kurze Kassenobligation sinnvoll (die Zinsen sind jedoch tief).
u.t. Dienstag, 07.04.2015, 22:14
guten abend end april werde ich mein pk geld von ca 350.000 franken erhalten . macht es sinn, dass ich dieses geld auf mehre sparkonten plus bei der coop bank anlege. ich besitze bereits 4 dritte säulen konten bei einer andern bank die sie heute abend positiv erwähnt haben danke gruss
Florian Schubiger
Guten Abend. Wenn Sie Pensionskassengeld beziehen und dieses langfristig zum Leben brauchen, sollten Sie ein Anlagekonzept umsetzen. Sie müssen sich aus dem Vermögen ja selber eine Rente generieren. Wenn das Geld "nur" auf dem Konto liegt, haben Sie eine tiefe Rendite. Wenn Sie nicht anlegen möchten (z.B. aus Risikoüberlegungen) ist es allenfalls sinnvoll, wenn Sie anstatt dem Kapital die Rente aus der zweiten Säule beziehen. Noch ein Tipp zur Säule 3a: Staffeln Sie die Konten (nicht im selben Jahr beziehen). Dadurch sparen Sie in den meisten Kantonen viel Steuern.
C.F. Dienstag, 07.04.2015, 22:14
In den hier vorgelegten Beispielen ist meine Situation nicht vertreten, ich bin irgendwo zwischen Beispiel 1 + 2, also auf dem Lohnkonto ca. um die Fr. 7500.--, auf dem Sparkonto um die Fr. 16"000.--. Im Moment habe ich diese Konti auf der BEKB. Ich möchte wissen, ob für mich die coop Bank vorteilhafter wäre, oder welche würden Sie empfehlen? Mache monatl. Bankaufträge, öfter Barbezüge bei anderen Bankomaten, habe ec direct Karte, Ausland nicht so oft. Vielen Dank für Ihre Antwort! Lg
Benjamin Manz
Guten Abend. Die Profile sind tatsächlich als vereinfachte Möglichkeiten gedacht. Eine Pauschale Aussage ist auf die Schnelle nicht möglich. Ein individueller Vergleich lohnt sich, der ist für Privatkonten, Sparkonten und Bankpakete auf Moneyland möglich, da können Sie auch die genaue Anzahl Bankomat-Bezüge bei Drittbanken usw. eingeben. Das Sparkonto Plus der Bank Coop bietet momentan tatsählich einen höheren Zinssatz - allerdings müssten Sie im Vergleich auch Ihr übriges Nutzungsprofil noch berücksichtigen.
F.K. Dienstag, 07.04.2015, 22:15
Guten Abend, Ich probiers nochmals. Bestünde die Möglichkeit, dass Herr Schubiger, Manz oder Schuster das sicherlich hart erarbeitete Excelsheet (zur Kalkulation der einzelnen Bankkosten) unverbindlich zur Verfügung stellen würde zum privaten Gebrauch. Meine Emailadresse ist dunselguns@hotmail.com.
Benjamin Manz
Guten Abend. Das können wir gerne tun. Die Profile finden Sie im übrigen auch auf der Website des SRF.
T.N. Dienstag, 07.04.2015, 22:16
Denken Sie, dass die Hypothekarzinsen noch weiter fallen werden? Oder ist die Talsohle nun erreicht?
Florian Schubiger
Guten Abend. Die Hypothekenzinsen sind aktuell sehr tief. Durch den Entscheid der Negativzinsen durch die Nationalbank haben sich die meisten Laufzeiten leicht verteuert. Trotzdem: Wenn Sie Sicherheit suchen (langfristige Festhypothek) ist aktuell ein guter Moment, eine längere Festhypothek abzuschliessen. Immer vorausgesetzt, die Hypothekarstrategie passt zu Ihrer restlichen Vermögenssituation. Wenn Sie risikofreudiger sind, können Sie allenfalls auch einen Teil als Libor-Hypothek abschliessen.
V.T. Dienstag, 07.04.2015, 22:19
Guten Abend Herr Manz, Übernimmt moneyland eine gewisse Verantwortung bei der Vermittlung resp. Empfehlung der jeweiligen Banken? Und wie kam die Schweiz, welche bekannt ist für ihre Banken, für so lange Zeit ohne ein entsprechendes Vergleichsportal aus?
Benjamin Manz
Guten Abend. Die Angaben werden von Moneyland mit der grössten Sorgfalt erhoben (allerdings wie immer in diesen Fällen ohne Gewähr). Weshalb es für viele Bereiche wie Privatkonto-Kosten, Online-Aktienhandel, Bankpakete, Firmenkonten usw. bisher noch keine interaktiven Vergleichsmöglichkeiten gab, ist tatsächlich eine gute Frage. Vermutlich war es den anderen Anbietern zu aufwändig, da die entsprechenden Algorithmen mit grossem Programmier-Aufwand verbunden sind.
V.T. Dienstag, 07.04.2015, 22:19
Guten Abend Herr Manz, Übernimmt moneyland eine gewisse Verantwortung bei der Vermittlung resp. Empfehlung der jeweiligen Banken? Und wie kam die Schweiz, welche bekannt ist für ihre Banken, für so lange Zeit ohne ein entsprechendes Vergleichsportal aus?
Benjamin Manz
Guten Abend. Die Angaben werden von Moneyland mit der grössten Sorgfalt erhoben (allerdings wie immer in diesen Fällen ohne Gewähr). Weshalb es für viele Bereiche wie Privatkonto-Kosten, Online-Aktienhandel, Bankpakete, Firmenkonten usw. bisher noch keine interaktiven Vergleichsmöglichkeiten gab, ist tatsächlich eine gute Frage. Vermutlich war es den anderen Anbietern zu aufwändig, da die entsprechenden Algorithmen mit grossem Programmier-Aufwand verbunden sind.
V.d.S. Dienstag, 07.04.2015, 22:19
Guten Abend.Ich bin Kunde der BKB Basel, jeder Monat Zahle ich von mein Privat-Konto 5,00Frs Gebühren. Dies Jahr kommt an Jahres ende einen neue Gebühr, einen Porto/Versandkosten in hohe von 10,20 Frs.. Ist es, diese neue Gebühren gerechtfertigt? Danke..... Gruss Virginio de Sangro
Florian Schubiger
Guten Abend. In den letzten Jahren haben einige Banken die Gebühren erhöht. Es ist tatsächlich so, dass die administrativen Kosten durch neue Regulierungen für Banken höher geworden sind. Etwas höhere Gebühren können daher gerechtfertigt sein. Ob der von Ihnen erwähnte Preisaufschlag jedoch gerechtfertigt ist, ist schwierig zu beurteilen. Am besten vergleichen Sie verschiedene Banken und wechseln dann zu dem Institut, welches das beste Gesamtpaket offeriert.
M.G. Dienstag, 07.04.2015, 22:21
Würde es sich lohnen, eine Vermögensberatung zu machen? Ich scheue auch ein bisschen die Kosten einer solchen Beratung. Ich versuche, durch ein sparsames Leben, mein "Schadensgeld" so lange wie möglich zu erhalten und für meine frühe Pensionierung einzusetzen. Keine Erben und Partner sind vorhanden, meine Schwester lebt in den USA und ist US-Bürgerin!
Michael Schuster
Guten Abend! Das kann nicht immer garantiert werden. Allerdings wird von vielen Anbietern ein kostenloses Erstgespräch angeboten, wo die Situation aufgenommen und am Ende des Gesprächs eine Einschätzung, ob sich für Sie eine Beratung lohnt oder eher nicht, abgegeben werden kann.
W.L. Dienstag, 07.04.2015, 22:21
Die meisten mir bekannten Banken verlangen Betrag abhängige Depotgebühren, Ausnahme ist Postfinance (BCV). Gerechtfertigt wäre allenfalls eine Gebühr je Titel. Was meinen Sie dazu?
Benjamin Manz
Guten Abend. Das ist richtig. Unter anderem verlangen PostFinance und CornèrTrader keine Depotgebühren. Andere Banken verlangen zum Teil sehr hohe Depotgebühren (z.B. UBS: 0.35% bis CHF 10 Mio. 0.2% bei Fremdverwahrung (ausländische ISIN). CHF 10 Mio. bis 25 Mio.: 0.3%. Mehr als CHF 25 Mio. im Depot: 0.25%). Allerdings sollten Sie immer sowohl Depotgebühren als auch Transaktionsgebühren (Courtagen) vergleichen (falls Sie aktiv handeln zumindest). Das Motto heisst: individuell vergleichen, falls nötig wechseln und sparen!
V.S. Dienstag, 07.04.2015, 22:24
Wir haben unser Geld bei der Postbank und Raiffeisen - Sparkonti. Leider ohne Rendite.Wir möchten ca Fr. 50 - 70"00 anlegen mit wenn möglich Rendite. Wie machen wir das? Wir können kein Säule 3 Konto mehr anlegen, wir sind zu alt.
Florian Schubiger
Guten Abend. Vielen Dank für Ihre Frage. Wichtig zu wissen ist: Rendite und Risiko hängen immer zusammen. Wenn Sie mehr Rendite möchten, müssen Sie auch höhere Risiken eingehen (das heisst allenfalls Verluste). Sie können allenfalls in Kassenobligationen investieren, wenn Sie nicht von steigenden allgemeinen Zinsen ausgehen und einen Anlagehorizont von fünf oder mehr Jahren haben. Ansonsten gibt keine von der Sicherheit her mit dem Sparkonto vergleichbare Anlagen. Ein gut verzinsten Sparkonto ist aktuell eine gute Lösung.
A.B. Dienstag, 07.04.2015, 22:27
Guten Abend, Danke für den Beitrag. Ich habe bei zwei verschiednen Raiffeisenbanken im Aargau Konti. Bei einer viel, bei der anderen nur ein Konto. Im Oktober 14 versuchte die Bank mit einem Konto bei einem Bankbesuch mit zu motivieren, alle Raiffeisenbank-Guthaben zu ihr zu transferieren. Sie hatte Infos von der anderen Raiffeisenbank erhalten. Muss ich mir gefallen lassen, dass die Raiffeisenbank die andere über meinen Kontobestand informiert??
Florian Schubiger
Grundsätzlich weiss ich nicht, ob die Raiffeisen Banken berechtigt sind, Kundeninformationen bezüglich Vermögen etc. untereinander auszutauschen. Am besten fragen Sie bei der Raiffeisen Bank nach, wieso diese Ihre Vermögensdaten ausgetauscht haben. Allenfalls steht in den allgemeinen Geschäftsbedingungen, dass dies erlaubt ist.
W.R. Dienstag, 07.04.2015, 22:30
Mietzinssparkonto (Depot). ich als Mieter muss für ein Lager CHF 500 Depot entrichten, Bank bestimmt der Vermieter. Nun sinkt der einbezahlte Betrag unter 500.--. Ist das erlaubt? das kann doch nicht sein, ich habe ja keine Wahl. Ich bin stinksauer! Kann ich das Geld dem Vermieter überweisen, quasi 3 Monate im Monate bezahlen (nebst dem pünktlichen normalen Einzahlen)?
Florian Schubiger
Guten Abend. Es ist häufig so, dass der Vermieter bestimmt, bei welcher Bank das Kautionskonto eröffnet wird. Fragen Sie aber den Vermieter, allenfalls können Sie zu einer günstigeren Bank wechseln. Für den Vermieter spielt es grundsätzlich keine Rolle, wo das kautionskonto geführt wird. Tatsächlich sind die Gebührenunterschiede bei Mieterkautionskonten oft besonders hoch. Wenn die Gebühren gemäss der geltenden Gebührenordnung belastet wurden, können Sie vermutlich nicht viel dagegen unternehmen.
H.H. Dienstag, 07.04.2015, 22:30
Guten Abend, meine Mutter ist 80jährig und hat ein Euro-Konto bei der UBS mit über 100"000 Euro, die sie kurzfristig nicht braucht. Sie hat die Euros aus mehreren unterdessen aufgelösten Fonds, die sie vor über 10 Jahren zum damaligen Kurs von 1.50 bei der UBS angelegt hat. Welche Anlage empfehlen sie meiner Mutter? Das Geld ist Teil ihrer Altersvorsorge, die ihr zwar nicht kurzfristig, aber durchaus in 5 Jahren zur Verfügung stehen sollte.
Michael Schuster
Guten Abend! Grundsätzlich stellt sich die Frage, in welcher Währung Ihre Mutter das Geld (später) benötigt? Sollte dies in CHF sein, wäre (trotz des schwachen EUR) ein Umtausch in CHF zu überlegen, um weitere Währungsschwankungen zu vermeiden. Der zweite wichtige Punkt ist, dass die Anlageform zur Risikobereitschaft des Anlegers und zu dessen Anlagehorizont passt. Das kann leider aufgrund Ihrer Angaben nicht abschliessend beurteilt werden.
Moderator Dienstag, 07.04.2015, 22:30
Sehr geehrte Zuschauerinnen und Zuschauer. Der Chat ist beendet. Da viele Fragen eingegangen sind, konnten nicht alle beantwortet werden. Wir danken Ihnen für das rege Interesse und bitten um Verständnis, wenn ihre Frage nicht berücksichtigt werden konnte. «Kassensturz» wünscht Ihnen einen schönen Abend. Auf Wiedersehen. Philip Kempf